Du möchtest Camera to Cloud erkunden, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Du bist dir nicht sicher, wie es in deinen Workflow passt? Du weißt nicht, welche Geräte du benötigst oder welche Anforderungen du erfüllen musst? In diesem Handbuch erfährst du, was es genau ist, wie es funktioniert und wie du es heute nutzen kannst.
Zusätzliche Ressourcen
Was ist Camera to Cloud?
Camera to Cloud (C2C) ist ein Ökosystem von Drittanbieter-Integrationen, die es dir ermöglichen, Medien direkt nach der Aufnahme oder sogar während der Aufnahme in Frame.io hochzuladen. Bei diesen Integrationen kann es sich um Kameras, Proxy-Rekorder oder andere Tools handeln. Du kannst all diese verschiedenen Integrationen nutzen, um einen Cloud-basierten Workflow aufzubauen, mit dem du arbeiten kannst.
Hinweis: C2C ist ein offenes Ökosystem! Wenn du eine Herstellerin bzw. ein Hersteller oder eine Entwicklerin bzw. ein Entwickler bist und eine C2C- Integration in dein Tool einbauen möchtest, laden wir dich dazu ein, unsere Entwicklerseite zu besuchen!
Wie es funktioniert
C2C ist sehr einfach. Jedes integrierte Tool – ein Gerät oder eine App – wird als C2C-Verbindung bezeichnet. C2C-Verbindungen werden in Frame.io mit Projekten gekoppelt. Nach der Kopplung laden C2C-Verbindungen die von ihnen erstellten Assets in dieses Projekt hoch. Frame.io platziert die Assets im Ordner Cloud_Devices und sortiert sie automatisch genau dorthin, wo sie hingehören.
Sobald die Assets in Frame.io vorliegen, sind sie in Frame.io enthalten. Sie sind verfügbar und verhalten sich genauso wie jede andere Video-, Foto- oder Audiodatei in deinem Projekt.
Was ist mit C2C alles möglich?
C2C lässt dir viel Freiheit bei der Erstellung von Workflows, die sich am besten für die von dir zu leistende Arbeit eignen. Dein Workflow wird durch die Asset-Typen bestimmt, die du durch die Aufnahmen erhalten musst. Verwende dies als deinen Leitfaden für die Auswahl der C2C-Verbindungen, die am besten für dein Projekt geeignet sind.
Einige C2C-Verbindungen sind Kameras, die ihre Originaldateien (Fotos oder Videos) direkt in die Cloud hochladen können. Andere C2C-Verbindungen sind Geräte, die Proxy-Dateien erstellen können, die du zur Überprüfung, zur Freigabe und sogar zur Bearbeitung verwenden kannst. Andere laden zusätzliche Asset-Typen wie Audiodateien und Kameraberichte hoch.
Die Besonderheit wird deutlich, wenn diese Assets für dich – die Erstellerin bzw. den Ersteller – verfügbar werden. C2C kann dir die benötigten Assets beschaffen. Danach liegt es an dir, mit der kreativen Arbeit zu beginnen. Darüber hinaus verfügt Frame.io über eine umfangreiche Bibliothek mit Integrationen , die du für den Zugriff auf diese Assets nutzen kannst.
Du bist daran interessiert, Camera to Cloud zu erkunden, um Bilder an Lightroom zu senden? Lies hier unsere Anleitung für die Verbindung von Frame.io mit Lightroom.
Einrichten
Das Einrichten deiner C2C-Verbindung für das Hochladen in Frame.io ist unglaublich einfach. Für die Einrichtung jeder C2C-Verbindung musst du zwei Schritte ausführen: Du musst sie mit dem Internet verbinden und sie mit einem Frame.io-Projekt koppeln.
Herstellen einer Verbindung
Als Erstes musst du deine C2C-Verbindung mit dem Internet verbinden. Deine C2C-Verbindung benötigt das Internet, um mit Frame.io zu kommunizieren und die Genehmigung zum Hochladen in ein Projekt zu erhalten.
Jedes C2C-Gerät lässt sich möglicherweise auf mehrere verschiedene Arten mit einem Netzwerk oder dem Internet verbinden. Stelle sicher, dass du die verfügbaren Optionen auf deinem Gerät erkundest. Weitere Informationen zur Konnektivität findest du unten in diesem Abschnitt .
Kopplung
Sobald deine C2C-Verbindung online ist, musst du sie mit einem Frame.io-Projekt koppeln. Der Kopplungsprozess autorisiert die C2C-Verbindung für das Hochladen von Assets in Frame.io und kann auf zwei Arten erfolgen: durch Eingabe eines sechsstelligen Codes auf der Seite „C2C Connections“ auf Frame.io oder in der iOS-App oder durch Anmeldung mit deinem Frame.io-Benutzernamen und -Passwort über die C2C-Verbindung selbst. Im Handbuch deiner C2C-Verbindung oder der Schnellstartanleitung findest du Informationen dazu, welche Methode dein Gerät oder Tool verwendet.
Wenn du Frame.io V3 verwendest, vergewissere dich, dass dein Projekt so eingerichtet ist, dass C2C Connections unter Project Settings aktiviert ist, bevor du C2C-Verbindungen hinzufügst.
Sechsstelliger Code
Wenn deine C2C-Verbindung mithilfe eines sechsstelligen Codes mit Frame.io gekoppelt ist, kannst du dein Gerät oder Tool zu deinem Projekt hinzufügen, indem du im Internet oder in der iOS-App zur Registerkarte „C2C Connections“ navigierst.
Klicke auf der Registerkarte „C2C Connections“ auf das Kontextmenü oben rechts und wähle Add new device aus.
Generiere den sechsstelligen Code auf deinem C2C-Gerät über das Frame.io-Menü des Geräts. Im Handbuch deines Geräts oder in der Schnellstartanleitung findest du Informationen dazu, wo dieses Menü zu finden ist.
Klicke in Frame.io auf Device ready to connect und gib den sechsstelligen Code ein. Vergewissere dich, dass das Gerät, das eine Verbindung zu deinem Projekt herstellen möchte, das richtige Gerät ist, und klicke dann auf Authorize.
Frame.io autorisiert nun das Gerät für dein Projekt. Wähle, ob du ein Ablaufdatum einrichten möchtest oder nicht, und klicke auf Finish.
Anmeldung
Bei einigen C2C-Verbindungen, z. B. bei Programmen wie Filmic Pro, musst du dich mit deinem Frame.io-Benutzernamen und -Passwort anmelden. Folge den Anweisungen der C2C-Verbindung, um dich bei Frame.io anzumelden und das Gerät oder Tool zu autorisieren.
Sobald deine C2C-Verbindung autorisiert ist, suche das Projekt, mit dem du sie koppeln möchtest, und wähle es aus.
Hinweis: Wenn du eine C2C-Verbindung umbenennen, unterbrechen oder entfernen möchtest, klicke auf der Registerkarte „C2C Connections“ auf der Karte der C2C-Verbindung auf das Kontextmenü.
Dein Gerät ist nun mit deinem Frame.io-Projekt gekoppelt und kann mit dem Hochladen von Assets beginnen.
Finden von Assets
Sobald Assets von deinen C2C-Verbindungen hochgeladen werden, musst du diese auch finden können. Assets von C2C-Verbindungen werden immer am selben Ort platziert:
Project > Cloud_Devices > Date > Asset_Type > Device_Name > Assets
Diese Struktur stellt sicher, dass die Assets in deinem Projekt immer an derselben Stelle erscheinen, und sorgt so für Übersichtlichkeit. Frame.io erstellt diese Ordner automatisch und sorgt dafür, dass deine Assets automatisch organisiert werden.
Du musst lediglich deine C2C-Verbindung mit deinem Projekt koppeln und mit der Erstellung von Assets beginnen. Frame.io erledigt dann den Rest.
C2C-Verbindungen
Das C2C-Ökosystem von Frame.io besteht aus Dutzenden von C2C-Verbindungen. Bei jeder C2C-Verbindung handelt es sich um ein Gerät oder Tool, das von einem Drittpartner konstruiert wurde und ein Asset erstellt, das auf Frame.in hochgeladen wird. Dazu gehören Kameras, Encoder, Audiorekorder und Apps.
Es gibt zahlreiche C2C-Verbindungen zu entdecken. Wir haben alle verfügbaren C2C-Verbindungen nach Typ aufgelistet: Native Kamera-Integrationen, Externe Video-Encoder, Audiogeräte und Verbundene Programme.
Native Kameraintegrationen
Bei diesen Kameras ist Frame.io C2C direkt in die Kamera eingebaut. Die Kamera kann sich mit dem Internet verbinden und ihre Assets direkt in Frame.io hochladen.
RED DIGITAL CINEMA
RED DIGITAL CINEMA
Unterstützte RED-Kameras können sowohl R3D-Dateien als auch ProRes-Dateien hochladen.
V-RAPTOR-Reihe
KOMODO-Reihe
Klicke hier, um auf die Schnellstartanleitung von RED DIGITAL CINEMA zuzugreifen.
Fujifilm
Fujifilm
Unterstützte Fujifilm-Kameras können sowohl Standbilder als auch Videos in allen Formaten hochladen, die die Kamera erzeugen kann.
X-H2 und X-H2S
GFX100 II
GFX100S II
X100VI
X-T5
X-T50
X-S20
Klicke hier, um auf die Schnellstartanleitung von Fujifilm zuzugreifen.
Panasonic LUMIX
Panasonic LUMIX
Unterstützte Panasonic LUMIX-Kameras können sowohl Standbilder als auch Videos in Frame.io hochladen.
LUMIX S5II
LUMIX S5IIX
LUMIX GH7
Klicke hier, um auf die Schnellstartanleitung von Panasonic LUMIX zuzugreifen.
Teradek
Teradek
Teradek-Encoder zeichnen Videos als H.264- oder H.265-MP4-Proxy-Dateien auf, die in Frame.io hochgeladen werden können. Von Teradek-Geräten erstellte Proxy-Dateien können mit den Kameradateien übereinstimmen und in der Postproduktion verwendet werden. Weitere Informationen zur Kompatibilität von Teradek-Kameras findest auf dieser Seite .
Serv 4K
Serv Micro (nur HDMI)
Prism Flex
Prism Mobile
Klicke hier, um auf die Schnellstartanleitung von Teradek Serv und Prism zuzugreifen.
Vorgängerversion:
Cube 655
Cube 605
Klicke hier, um auf die Schnellstartanleitung von Teradek Cube zuzugreifen.
Atomos
Atomos
Atomos-Geräte sind sowohl Monitore als auch Rekorder. Sie zeichnen hochauflösende ProRes-, ProRes RAW- und DNxHD- oder DNxHR-Dateien auf, die als Hauptmedium verwendet werden können, sowie eine H.265 MOV-Proxy-Datei.
Die Ultra-Serie kann in den Einzelaufnahmemodus versetzt werden, um nur eine H.265-Proxy-Datei mit bis zu UHD-Auflösung aufzuzeichnen, und kann automatische Proxy-Dateien erstellen, die mit den Kameradateien übereinstimmen. Weitere Informationen zur Kompatibilität von Atomos Ultra-Kameras findest auf dieser Seite . Der Zato nimmt nur H.264 MOV-Dateien auf.
Ninja V/V+ (erfordert das Atomos Connect-Modul)
Ninja 2023 (erfordert das Atomos Connect-Modul)
Ninja Ultra (erfordert das Atomos Connect-Modul)
Ninja Phone
Shogun Connect
Shogun 2023
Shogun Ultra
Zato Connect
Klicke hier, um auf die Schnellstartanleitung von Atomos zuzugreifen.
Accsoon
Accsoon
Accsoon-Geräte sind kleine und leichte H.264-Encoder, die dein iPhone oder iPad mit der Accsoon SEE-App in einen Monitor und einen Rekorder verwandeln. Das Programm stellt eine Verbindung zu Frame.io her und lädt die aufgenommenen Videos in dein Projekt hoch.
SeeMo
SeeMo 4K
SeeMo Pro
CineView Master 4K
Klicke hier, um auf die Schnellstartanleitung von Accsoon zuzugreifen.
Audiogeräte
Audiogeräte
Frame.io C2C unterstützt Assets von allen möglichen Geräten, einschließlich Audiorekordern. Dies sind native Integrationen in deinen Rekorder oder Mixer, mit denen du Audiodateien direkt von deinem Gerät in ein Frame.io-Projekt hochladen kannst.
Sound Devices
Sound Devices
Unterstützte Sound Devices-Recorder und Mixer können WAV- oder AAC-Dateien in Frame.io hochladen.
Sound Devices 888
Sound Devices Scorpio
Klicke hier, um auf die Schnellstartanleitung von Sound Devices zuzugreifen.
Durch C2C verbundene Programme
Einige C2C-Verbindungen sind Apps. Diese Apps bieten C2C-Benutzenden verschiedene Lösungen, z. B. Smartphone-Kameras, Kameraberichte und Metadaten für die Farbkorrektur.
Diese unterscheiden sich von herkömmlichen Frame.io-Integrationen, da sie in die C2C-Ordnerstruktur hochgeladen werden und als eine C2C-Verbindung auf der Registerkarte „C2C Connections“ erscheinen.
Klicke auf die jeweilige C2C-Verbindung, um auf die zugehörige Schnellstartanleitung zuzugreifen.
Kompatibilität
Frame.io C2C kann mit mehreren verschiedenen unterstützten Kameras verwendet werden. Was bedeutet „unterstützte Kamera“? Bei einigen Kameras ist Frame.io C2C intern aktiviert. Das bedeutet, dass sie Frame.io C2C direkt unterstützen können. In unserem Abschnitt oben findest du eine Liste der C2C-fähigen Kameras.
Kameras ohne Frame.io C2C-Integration können einen externen Rekorder verwenden. Externe Rekorder erstellen aus einem Videosignal aufgezeichnete Proxy-Dateien, die auf Frame.io hochgeladen werden können. In unserem Abschnitt oben findest du eine Liste der C2C-fähigen externen Rekorder.
Ob eine Kamera mit einem externen Rekorder für Frame.io C2C kompatibel ist, hängt vom gewünschten Workflow ab. Für einen wiederverknüpfbaren Proxy-Workflow muss eine Kamera beispielsweise in der Lage sein, den Clip-Namen, den Timecode und einen Aufnahmeauslöser an den Rekorder zu senden.
Diese drei Dinge stellen sicher, dass die Proxy-Dateien, die der Rekorder erstellt, denselben Namen, Timecode und Start/Stopp haben wie die Originaldatei der Kamera. Dies ist notwendig, damit die hochgeladene Proxy-Datei in der Postproduktion erneut verknüpft werden kann. Dies wird als „automatische Aufnahme“ bezeichnet.
Automatische Aufnahmen werden von mehreren C2C-fähigen Rekordern unterstützt. Informationen zur Kamerakompatibilität von C2C-fähigen Rekordern mit automatischer Aufnahmefunktion findest du nachstehend.
Nicht alle Workflows setzen jedoch voraus, dass die hochgeladenen Dateien in Bezug auf den Clip-Namen sowie Start und Stopp mit den Originaldateien der Kamera übereinstimmen. Alle C2C-fähigen externen Rekorder können weiterhin jedes empfangbare Videosignal aufzeichnen.
Konnektivität
Frame.io Camera to Cloud erfordert eine Internet-Verbindung, um eine C2C-Verbindung mit einem Projekt auf Frame.io zu koppeln und Assets hochzuladen. Im Falle eines Netzwerkausfalls oder instabiler Verbindungen kann jede C2C-Verbindung jedoch auch offline aufzeichnen. Die C2C-Verbindung lädt dann alle aufgezeichneten Assets in Frame.io hoch, sobald sie wieder mit dem Netzwerk oder Internet verbunden ist.
In den meisten Fällen kannst du dein C2C-Gerät mit einem lokalen WLAN-Netzwerk verbinden, das über einen Internet-Zugang verfügt. In vielen Fällen gehst du dabei genauso vor, als ob du dein Telefon oder deinen Computer mit einem WLAN-Netzwerk verbinden würdest – suche einfach nach dem Netzwerknamen und gib das Passwort ein. Einige Geräte unterstützen Tethering mit mobilen Hotspots oder einem Mobiltelefon.
Wie viel Bandbreite benötigst du für das Hochladen in Frame.io mit C2C? Die Antwort auf diese Frage hängt von einigen Aspekten ab, vor allem aber davon, wie groß die Assets sind, die du hochladen möchtest. Im Allgemeinen kannst du wie folgt berechnen, wie viel Bandbreite du benötigst:
Anzahl der Geräte * Asset-Bitrate = Gesamt-Bitrate
Dabei wird die Bitrate der Assets mit der Anzahl der hochladenden C2C-Geräte multipliziert, um die Gesamtbandbreite zu ermitteln, die deine Einrichtung nutzen wird. Für ein gutes Erlebnis wird eine Netzwerkbandbreite empfohlen, die mindestens der Gesamt-Bitrate entspricht.
Bei vielen C2C-Geräten kannst du die Größe der hochgeladenen Assets oder sogar den Asset-Typ, der hochgeladen werden kann, ändern. Verwende diese Tools auf deinen C2C-Geräten, um einen Workflow zu erstellen, der ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den benötigten Assets und der verfügbaren Bandbreite schafft.
Die Ermittlung der Netzwerkanforderungen für eine Fotografie ist etwas schwieriger, da die Größe der Bilddateien und die Aufnahmerate sehr unterschiedlich sein können. Betrachten wir der Einfachheit halber ein Beispiel, bei dem die Aufnahmerate niedrig ist (d. h. nicht mehr als 20 Bilder pro Minute). Deine wichtigste Zahl ist die Upload-Zeit – wie lange sollte das Hochladen eines Bildes für deinen Workflow maximal dauern (in Sekunden)? 5 Sekunden? 10 Sekunden? Das bleibt dir überlassen. Sobald du diesen Wert festgelegt hast, kannst du mithilfe der unten stehenden einfachen Formel deinen Bandbreitenbedarf berechnen.
Anzahl der Geräte * ( Asset-Größe / Upload-Zielzeit ) = Gesamt-Bitrate
Hinweis: Die Asset-Größe wird höchstwahrscheinlich in Megabyte angegeben, aber die Bandbreite wird normalerweise in megabit angegeben. Du kannst deine berechnete Bitrate oder deine gemessene Asset-Größe in Megabit umrechnen, indem du sie mit 8 multiplizierst.
Hast du weitere Fragen zu Netzwerken und Bandbreiten? In unserer vollständigen Anleitung für Internet-Verbindungen findest du ausführliche Informationen zu Netzwerkeinrichtung, Bandbreitenberechnung, Verbindungschecklisten und Fehlerbehebung im Netzwerk.
Proxys
Verschiedene C2C-Verbindungen sind so konzipiert, dass sie Proxy-Dateien anstelle von Kameraoriginalen hochladen. Bei der Verwendung interner Kameraintegrationen können die Proxy-Dateien schneller hochgeladen werden als die Originaldateien der Kamera, was deinen Workflow beschleunigen kann. In Fällen, in denen deine Kamera keine direkte Verbindung zu Frame.io herstellen kann (oder keine ausreichend kleinen Dateien hochladen kann), können externe Videorekorder Proxys erstellen, indem sie die Videoausgabe deiner Kamera aufzeichnen und diese hochladen.
Der Begriff „Proxy“ kann zahlreichen Definitionen entsprechen und vielen verschiedenen Zwecken dienen. In unserer Dokumentation und in den hier beschriebenen Workflows betrachten wir Proxys als redaktionelle Dateien und nicht einfach als minderwertige Versionen der Originale. Ähnlich wie bei Transcodierungen, die in einem Tagesaufnahmen-Prozess verwendet werden, entsprechen sie möglicherweise nicht genau den Originaldateien der Kamera. Um als Proxys zu gelten, müssen sie denselben Namen und Timecode wie die Originaldateien der Kamera haben, können aber eine andere Auflösung oder einen anderen Codec haben.
Hinweis: Einige externe Geräte, die die automatische Aufzeichnung verwenden, können Proxy-Dateien erstellen, die andere Start- und End-Werte für den Timecode haben, als die Kamera-Originale – das ist normal. Weitere Informationen findest du in unserem vollständigen Handbuch zu Proxy-Workflows.
Proxy-Dateien ermöglichen dir das Arbeiten und Bearbeiten ohne die großen Originaldateien der Kamera. Wenn du dein Projekt fertigstellen möchtest, wirst du jedoch zu den Originaldateien deiner Kamera zurückwechseln wollen. Der Wechsel von Proxy-Dateien zu den Originaldateien der Kamera kann abhängig von der Workflow-Pipeline und dem verwendetem Tool auf zwei Arten erfolgen: Neuverknüpfung oder Anpassung.
Neuverknüpfung
Der Begriff Neuverknüpfung kann recht allgemein gehalten sein, bedeutet aber in der Regel, dass du deiner Bearbeitungs-Software mitteilst, wo deine Dateien zu finden sind, nachdem du mit deren Verwendung begonnen hast. Diese Methode wird „Neuverknüpfung“ genannt, weil sie hauptsächlich angewendet wird, wenn dein Medienspeicherort verschoben wird oder offline geht.
Bei der Verwendung von Proxys kann jedoch die Funktion zur Neuverknüpfung eines Bearbeitungswerkzeugs verwendet werden, um dieses anzuweisen, stattdessen die Originaldateien der Kamera zu verwenden. In der Regel geht es einfach darum, die zu ersetzenden Proxys aus der Ablage oder der Timeline auszuwählen und dann die Originaldateien der Kamera mit dem im Editor integrierten Werkzeug zur Neuverknüpfung in deinem Speicher zu suchen. Da die Proxys (wie oben definiert) denselben Namen und Timecode haben, wird dein Editor sie als dieselben Clips betrachten und nahtlos zwischen den Proxys und dem Original wechseln.
Die Funktion zur Neuverknüpfung funktioniert bei jedem Bearbeitungs-Tool ein wenig anders und hat vielleicht sogar einen anderen Namen.
Vergewissere dich, dass du mit der Funktion zur Neuverknüpfung deines Tools vertraut bist, bevor du einen Proxy-Workflow anwendest.
Ausführlichere Informationen zu Proxy-Workflows und der Neuverknüpfung findest du in unserem vollständigen Handbuch zu Proxy-Workflows.
Anpassung
Die Anpassung ist der Neuverknüpfung sehr ähnlich, weist jedoch ein paar Unterschiede auf. Wenn du eine neue Verknüpfung vornimmst, weist du dein Bearbeitungs-Tool an, verschiedene Dateien für dieselbe Zeitleiste zu verwenden. Wenn du eine Anpassung vornimmst, baust du deine Timeline mit den Originaldateien von Grund auf neu auf.
Dazu wird in der Regel eine Datei erstellt, die deine Timeline beschreiben kann. In der Regel ist dies eine EDL- oder XML-Datei. Diese wird dann in ein Nachbearbeitungs-Tool wie einen Farbkorrektor importiert. Die EDL- oder XML-Datei enthält eine Liste aller Clips in der Timeline, ihre Position in der Timeline und den verwendeten Teil des Clips. Da die Proxys denselben Namen und Timecode wie die Originale haben, kann dein Nachbearbeitungs-Tool die Timeline stattdessen mit den Originaldateien neu aufbauen.
Ausführlichere Informationen zu Proxy-Workflows und der Neuverknüpfung findest du in unserem vollständigen Handbuch zu Proxy-Workflows.
